Es ist Dezember. Draußen ist es kalt, dunkel und garstig. Kein Besuch kommt vorbei und die Sammeltrine und Frau Elster im Haus am Ende des Weges haben Langeweile. »Sollen wir was spielen?«, fragt Frau Elster. »Neeeein«, sagt die Sammeltrine. »Sollen wir was kochen?«, fragt Frau Elster. »Neeeeiiin«, sagt die Sammeltrine. »Sollen wir Schrulla abholen?«, fragt Frau Elster. »Ja!«, sagt die Sammeltrine.Am nächsten Morgen nehmen die beiden den Schlitten und gehen zum Strumpfberg. Ganz oben in einem Tipi wohnt Schrulla, die Sockenschamanin. Sie strickt sich für die Gemütlichkeit eine riesige Kuschelsocke zum Reinlegen. »Hey«, ruft Frau Elster ihr zu, »Willst du bei uns einziehen?«Auf dem Strumpfberg ist Schrulla einsam. Also packt sie alle ihre Sachen in ein riesiges Wollknäuel, das sie auf den Schlitten wuchtet. »Es ist ein wenig schwer«, sagt Schrulla zur Sammeltrine und prüft noch mal die Ladung. »Soso«, sagt die Sammeltrine. »Das kannst du bestimmt nicht ziehen«, sagt Schrulla. »Hm, gewiss«, sagt die Sammeltrine, seufzt lächelnd und zieht den Schlitten voller Habseligkeiten ins Tal.Dring dring! Das Telefon bimmelt. Der Nikolaus ruft an, er ist total erkältet und braucht Hilfe beim Verteilen der Geschenke. »Ja, klar!«, sagt die Sammeltrine. Das wollte sie immer schon mal machen. Auch Frau Elster findet die Idee gut. Nur Schrulla motzt. Die ganze Lauferei ist ihr zu blöd, aber für den Nikolaus macht sie es dann doch. Die drei sind sich einig, der Nikolaus bekommt ihre Hilfe. Schrulla sagt, sie kann nicht so lange laufen, sie macht, soviel sie kann und möchte dann gern die Waldtiere füttern. »Gute Idee«, sagt Frau Elster. Es ist soweit! Die drei Freundinnen verteilen überall kleine Geschenke. Das geht ganz schön auf die Fußsohlen, außer bei Frau Elster. Die bekommt dafür ein paar lahme Flügel. Aber das ist alles nichts gegen die Freude bei den großen und kleinen Menschen morgen früh!So langsam wird es Zeit, das Häuschen weihnachtlich zu schmücken. Aber als die Sammeltrine losgeht, die Kiste mit den guten Weihnachtssachen aus dem Schrank zu holen, purzelt ihr der ganze Schrankinhalt entgegen. Weihnachtsputz und ausrümpeln!Fast geschafft! Den ganzen Tag haben die drei alle aussortierten Dinge verschenkt. Schrulla ruht sich aus und Frau Elster hat ein Käsebrötchen mit Sesam geschenkt bekommen. Schön. Die letzten Tiere sind da. Frau Eichhorn kriegt den Wecker, denn den braucht sie sehr. Und Frau Dr. Bär möchte die Kartons haben, um ihre Höhle zu sortieren.Schrulla hat Post bekommen! Ein Brief vom Weihnachtsmann lag heute im Kasten. Er ist ein bisschen verknallt in Schrulla und möchte sie besuchen kommen. Frau Elster findet Romanzen albern und legt sich aus Protest schlafen.Die drei Freundinnen können nach der großen Aufräumerei endlich die Weihnachtsdeko suchen gehen. Aber als die Sammeltrine den Wohnzimmerschrank öffnet, fallen ihre Lieblingsbaumkugeln auf den Boden und gehen kaputt. Oh, neininein! Schrulla bastelt sofort eine Papiergirlande, um ihre Freundin aufzumuntern.Schrulla hat beschlossen, dem Weihnachtsmann zurückzuschreiben und ihn für Sonntag einzuladen. Die Sammeltrine findet das super romantisch. Und auch Frau Elster hat sich mit der Idee angefreundet und ist ein bisschen neugierig, was Schrulla da schreiben wird.Oh, wie aufregend! Der Weihnachtsmann will am Sonntag vorbeikommen, er freut sich schon so. Und weil sie endlich mal alle gemeinsam frei haben, treffen sich die drei draußen im Garten und planen ihr Weihnachtsessen. Schrulla will Eis, Frau Elster hätte gern Würmer, aber Lachs mit Zitrone wäre auch ok, sagt sie. Die Sammeltrine möchte unbedingt sehr viel Käse essen, alles andere findet sie nicht so wichtig.Um zehn will der Weihnachtsmann ankommen. Schrulla setzt sich auf die Veranda und wartet. Der Weihnachtsmann kann sich nicht so gut orientieren, das machen immer die Rentiere für ihn. Damit er das Haus nicht verpasst, hat Schrulla gesagt, dass sie draußen auf ihn wartet. Und da ist er auch schon, ausnahmsweise zu Fuß und mit dem kleinen Wanderrucksack.Schrulla und der Weihnachtsmann sind unterwegs, sie haben sich bestimmt viel zu erzählen. Die Sammeltrine und Frau Elster gehen in die Bibliothek, im Almanach der tausend Dinge lesen, das mögen sie beide nämlich sehr. Und weil Frau Elster gar nicht lesen kann, liest die Trine ihr vor und Frau Elster schmiegt sich an.Das lange Wochenende ist vorbei und der Weihnachtsmann will nach Hause, die letzten großen Vorbereitungen stehen an. Naja, eigentlich will er nicht nach Hause, er würde gern bei Schrulla bleiben. Aber ohne Tschüss kein Hallo! Also verabschieden sich die beiden und der Weihnachtsmann fragt, ob er Heilig Abend, wenn er fertig gearbeitet hat, vorbei kommen darf. Die Sammeltrine nickt, im kleinen Häuschen ist Platz für vier.Der Himmel hat sich zugezogen und die Sammeltrine hat kein gutes Gefühl. Schrulla hat sich sogar ins Bett gelegt und die Decke über den Kopf gezogen. So schlimm hat es lange nicht mehr gehagelt. Sonst spielen sie bei schlechtem Wetter Brettspiele, dieses Mal sind alle zu besorgt. Der Hagelsturm war schlimm, richtig schlimm. Das Dach ist kaputt und das Haus ist voller Wasser gelaufen. Zum Glück war der Riesensuppentopf noch da, ist zum Boot geworden und hat alle gerettet.Das Wasser ist abgeflossen. Trotzdem ist das Dach noch kaputt. Schrulla und Frau Elster räumen im Haus auf. Die Sammeltrine zieht los und sammelt Baumaterial für das Dach. Im Wilden Wald wird sie fündig. Die Obermaus hat einen Vorrat an Reet, den sie ihr gerne gibt. Was für ein Glück!So viel Reet hat die Sammeltrine geschenkt bekommen. Früh am nächsten Tag zieht sie ihre Arbeitskleidung an und fängt an, das Dach zu reparieren. Frau Elster guckt ihr zu und sagt Bescheid, wo sie das Reet noch hübscher nähen soll. Schrulla hat Kakao für alle gekocht.Im Advent wollen die drei singen. Für ein ordentliches Quartett brauchen sie noch aber eine Stimme und vor Weihnachten nochmal üben wäre bestimmt auch nicht verkehrt. Frau Dr. Bär hat Lust und Zeit. Und so singen sie den Vormittag lang ihre liebsten Weihnachtslieder.Aaaaaah! Wir haben noch nicht geschmüüückt!!! Und einen Baum haben wir auch nicht!! Im Trubel der vergangenen Tage haben die drei ganz vergessen, das Häuschen weihnachtlich zu schmücken.
Wie soll das denn alles klappen?Na klar, sie teilen sich auf. Schrulla möchte gern das Haus fein machen und Frau Elster hilft ihr gern. Die Sammeltrine will endlich mal wieder was hacken und geht in den Wald, die Tanne holen. Oh, nur noch einmal schlafen, dann ist es soweit. Alle bereiten die Geschenke vor. Frau Elster verschenkt Silberringe. Der Weihnachtsmann hat für Schrulla einen Kaktus, denn die sammelt sie. Die Sammeltrine hat für Frau Elster eine Kalimba gebaut und Schrulla schenkt dem Weihnachtsmann ihr Herz.Endlich ist Heilig Abend! Ja, na gut, den Käse haben die Sammeltrine und Frau Elster aus Versehen schon vor Heilig Abend aufgegessen. Und vielleicht kann es sein, das Schrulla das Eis schon auf der Terrasse gegessen hat, aber die Sonne hat so schön geschienen. Dafür hat der Weihnachtsmann pünktlich Schluss gemacht und für Frau Elster eine Schüssel Würmer mitgebracht. Und jetzt wünschen sie guten Appetit und frohe Weihnachten.